30 Jahre Bandgeschichte – erwartungsgemäß aber kein bisschen altersschwach: Zum Auftakt der
T-Mobile Extreme Playgrounds 2010 brachten Headliner
Bad Religion den Punk in den
Duisburger Landschaftspark Nord. Die Rock-Institutionen
Sum 41 und
AFI komplettierten das Line-Up des actionreichen Tages in der
Kraftzentrale.
Bei ihrem ersten Auftritt seit zwei Jahren in Deutschland hielten sich
Sum 41 voll an den Titel ihres aktuellen Best-of-Albums und zauberten „
All the good Shit“ aus dem Repertoire-Hut. Der bestens gelaunte Frontmann
Deryck Whibley beorderte erstmal zahlreiche Fans auf die Bühne, um es dann so richtig krachen zu lassen: Nach Songs wie „In Too Deep“ oder dem Metallica-Intermezzo „Master Of Puppets“ endete die Performance beim Klassiker „
Fat Lip“, zu dem die Circle Pit-Dämme endgültig brachen.
Dem in nichts nach standen
AFI: Angeführt von
Davey Havok, der fleischgewordenen Stimmgewalt, verausgabten sich die Kalifornier wie von der Tarantel gestochen. Neben Songs aus dem aktuellen Album „
Crash Love“ wurde die volle AFI-Palette geboten, bis schließlich „
Miss Murder“ unter mithilfe des Publikums durch die Halle schallte.
Zum Finale furioso der
T-Mobile Extreme Playgrounds bescherten uns
Bad Religion zur eigenen Geburtstagsfeier eine wahre
Punk-Offenbarung. Mit “Hallo Deutschland! We wouldn’t have been playing for 30 years, if there wasn’t someone to play to!“ eröffnete
Greg Graffin die Reise durch drei Dekaden Punkrock-Geschichte. Der Klassiker „Come And Join Us“ wurde wörtlich genommen, die „Bad Religion“-Sprechchöre waren spätestens nach „You“ unüberhörbar. Mit unglaublicher Energie weckten die Jungs aus L.A. auch das letzte Quäntchen Punk-Potential – von Routine keine Spur.
Zum Hardcore-Dessert gab’s dann den heiß erwarteten „
Punk Rock Song“, der gleichzeitig auch die T-Mobile Playgrounds in Duisburg gebührend ausklingen ließ.